Woran ich regelmäßig beim Stricken scheitere, ist Folgendes:
Ich will etwas stricken, das schnell fertig ist, mich nicht überfordert und hinterher toll aussieht. Also nehme ich dickes Garn, dicke Nadeln und suche mir ein einfaches Projekt aus…
Am Anfang komme ich schnell voran und bin hellauf begeistert. Nach einigen Tagen stelle ich dann fest, dass mein WIP zwar Form annimmt, aber niemanden aus den Socken haun wird. Nach weiteren Tagen knirsche ich mit den Zähnen und frage mich, ob ich weiterstricken soll, denn das Ganze sieht so aus, als hätte es die 6jährige Tochter meiner Cousine gestrickt. Ich stricke noch ein, zwei Reihen und schäme mich inzwischen, jemals daran gedacht zu haben, das olle Ding meiner Oma zu weihnachten zu schenken.
Was lerne ich daraus? Schnell und einfach ist selten schön oder kunstvoll. Zumindest nicht, wenn ich es fabriziere. Also sollte ich einfach mal umsteigen, nur noch Nadelstärken kleiner/gleich 5 wählen und passendes Garn aussuchen. Und ein passendes Projekt. Und dann müsste ich es auch wirklich anschlagen und fertigstricken!!!
Aber, ihr wisst, wie das ist, dann erliege ich wieder Garn wie diesem und wähle ein schnelles, einfaches Anfängerprojekt mit dicken Nadeln… Es wird wohl niemals zu solch traumhaften Sachen wie dem Valpuri oder Camden kommen. Vielleicht schaffe ich es mal bis Tempting, aber wahrscheinlich wird es maximal dazu kommen, dass ich dreißg Mal einen Pullover aus diesem Buch anschlage und ihn doch nie fertigbekomme.
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