Warum bloggst du? Warum blogge ich? Warum wird im Allgemeinen so gern gebloggt?
Die Blogwelt wächst von Tag zu Tag. Es gibt viele verschiedene Blogschreiber und ebenso viele verschieden Blogleser. Die einen führen ein Online-Tagebuch, die anderen möchten ihre Hobbies vorstellen und die nächsten suchen nach einer Plattform zur Meinungsäußerung oder zum Teilen von Informationen jeglicher Art.
Es macht nicht nur Spaß, den Lesern Hobbies, Selbstgemachtes oder sich selbst vorzustellen, es tut auch der Seele gut, Gedanken, Sorgen oder Ängste niederzuschreiben. Vor allem dann, wenn man Feedback erhält.
Feedback – in Form von Kommentaren oder als E-Mail – zeigt dem Blogger, dass es interessierte Leser gibt, dass er nicht allein für sich selbst schreibt (obwohl das einigen Bloggern durchaus genügt). Feedback tut gut, die Kommentare der Leserschaft bieten in manchen Fällen nicht nur konkrete Hilfe, sondern auch viele Tipps und Ideen an.
Blogger teilen ihre Welt im Weblog/Blog (= kurz für “Weblogbuch”) mit anderen, denn es macht Spaß, Dinge zu zeigen, für die man sonst kein Publikum hat. Oftmals dient das Blog dazu Selbstgefertigtes zu zeigen, z.B. in Form eines Strick- oder Nähblogs. Viele Blogger erhalten ihre Motivation sogar erst dadurch, dass sie endlich eine Möglichkeit haben, solche Dinge mit Gleichgesinnten zu teilen. Gäbe es keinen interessierten Betrachter in der Blogwelt, gäbe es vielleicht nicht einmal ein fertiges Werk.
Durch das Bloggen erhoffen sich viele auch Rat und Hilfe; es hilft, die Dinge niederzuschreiben, um sie selbst klarer zu sehen, und es tut gut, Rückmeldungen auf Geschriebenes zu erhalten. Manchmal fühlt man sich auch selbst in der Lage, den ein oder anderen Rat oder guten Tipp zu geben und teilt diesen mit den Bloglesern.
Das Blog hilft dem Verfasser gelegentlich auch, Seiten von sich zu präsentieren, die er ansonsten nicht nach Außen trägt. Bloggen kann eine Selbstdarstellung sein, eine Selbstflucht sogar, Bloggen kann aber auch befreien. Im Blog kann das Stille Wasser endlich sprudeln und seine Meinung äußern, ohne sich davor fürchten zu müssen, wegen irgendwelcher Fehler oder Macken ausgelacht zu werden.
Natürlich ist kein Blogger vor Kritik gefeit. Es hagelt auch einmal negative Anmerkungen oder schlimmstenfalls gar Beleidigungen, jedoch muss sich dies kein Blogger von Angesicht zu Angesicht sagen lassen.
Manche Blogger verdienen mit ihrem Blog sogar Geld. Sie schalten Werbung oder verfassen im Auftrag einer Firma Rezensionen über ein Produkt.
Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, warum ihr bloggt? Oder warum nicht?
Zum Abschluss:
Heißt es nun das Blog oder der Blog? Richtig ist: das Blog (das Weblogbuch). Laut Wikipedia ist die maskuline Form (der Blog) jedoch eine zulässige Nebenvariante.
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